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Ju Jutsu entstand Ende der 60er Jahren. Damals kamen die Grundlagen des Ju Jutsu aus dem Judo, dem Karate und dem Aikido.
Doch auch Techniken aus dem Jiu-Jitsu fanden, ebenso wie Techniken aus anderen Budosportarten, die sich in der Praxis bewährt haben, im Ju Jutsu
ihren Platz. Hier sind u.a. das Boxen und Ringen, Wing Tsung und die philipinischen Kampfkünste zu nennen. Die Ausführung der Techniken im Ju Jutsu
ist heute selten identisch mit den Ursprüngen. Sie wurden weitgehend modifiziert, um in einer Selbstverteidigungssituation zu bestehen. Dieses ist notwendig,
damit die ursprünglich Prinzipien nicht gegenseitig in Konflikt geraten (z.B. Techniken des Karate und des Aikido) sondern sich sinnvoll ergänzen. Die
Entwicklung ist für das Überleben jeder Sportart notwendig und vollzieht sich auch innerhalb der anderen Budosportarten. Ju Jutsu ist das, was man daraus
macht. Man hat hier die Möglichkeiten sich voll zu entfalten. Es gibt hier den reinen Selbstverteidigungsaspekt ebenso wie wie den vielfältigen Wettkampfaspekt
(Formen, Duo, Kata und Kampf). Gleichzeitig tut man bei regelmäßigem Training auch noch was für seine Kondition, sein Körpergefühl und das Herz-Kreislauf
System. Viele meinen Ju Jutsu habe keine Philosophie, da es sich ja hierbei nur um eine Mischung aus verschiedenen anderen Kampfkünsten handelt. Aber
wenn sieht, wie sich Jemand, der regelmäßig diesen Sport betreibt, körperlich und auch geistig im Laufe der Zeit entwickelt, so kann ich das nicht so recht
glauben. Philosophie ist der Weg, den man einschlägt und die Einstellung mit der man handelt und nicht das, was man von anderen vorgekaut bekommt.
Prinzipien kann man nicht ändern, man kann sie nur anwenden. Es liegt an einem selbst wie man Ju Jutsu betreibt. Ein guter Trainer wird einem stets alle
Möglichkeiten aufzeigen und einem dabei helfen seinen Weg zu finden. Von Karsten Schmid
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