Rehabilitationsfördernde Maßnahmen im Ju-Jutsu Teil 1
„Lass Deine Nahrung Medizin sein, und Deine Medizin Deine Nahrung“ HIPPOKRATES
Einer von vielen nicht zu vernachlässigenden Faktoren in der Regeneration und Rehabilitation im Sport stellt eine optimale Ernährung dar.
Wenn es nur um die reine Erholung geht ist dieser Faktor schon wichtig genug, umso mehr, wenn auch noch Verletzungen vorliegen.Wir müssen dem Körper in ausreichender Weise Nährstoffe zuführen.
Zum einen, damit verlorengegangene Substanzen wie Flüssigkeit, Mineralien und Vitamine, sowie Kohlenhydrate schnellstmöglich wieder aufgefüllt werden.
Zum anderen, damit aufbauende Substanzen, wie Proteine, dem Körper zugeführt werden.
Es gibt jedoch auch Nahrungsmittel, welche gerade nach einer Verletzung oder einem ungewohnt anstrengenden Training, nicht auf den Ernährungsplan gehören.
Dazu gehören Fleischprodukte, insbesondere Schweinefleisch.
Während der Verdauung von Fleisch (jedoch auch anderen Nahrungsmitteln) wird die sogenannte Arachidonsäure als Stoffwechselprodukt freigesetzt.
Arachidonsäue besitzt gefässverengende, immunsuppressive (das Immunsystem unterdrückende) sowie Gerinnungs- und Entzündungsfördernde Eigenschaften (1).Dies alles sind Wirkungen, welche im Falle eines Gewebeschadens, wie zum Beispiel einem Bänderriss oder alleine nach einer ausgedehnten Weichteilprellung
(nach einem Low-Kick), höchst unerwünscht sind.
Liegt eine Verletzung vor, so sollte man vorwiegend auf pflanzliche Nahrungsmittel zurückgreifen um die notwendige Menge an Proteinen zu sich zu nehmen.
Als Beispiel sei hier die Kombination von Mais und Bohnen genannt, welche über eine hohe Wertigkeit verfügt. Ebenso die Mischung von Kartoffeln mit Ei und Milch
und Getreide (Müsli).Fisch und Geflügelprodukte können das Bild etwas abrunden um nicht völlig fleischlos auszugehen.
Dirk Schart
Physiotherapeut des NJJV
1. "Orthomolekulare Medizin", U. Gröber, Wisenschaftl. Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 139
Rehabilitationsfördernde Massnahemen Teil 2
Cortison kennt jeder. Es ist ein körpereigenes Hormon. Es soll „nicht gut sein“.
Hier hört`s meist mit der Bekanntheit des Cortisons schon auf.
Was man ausserdem dazu wissen sollte ist, dass es in Stresssituationen vom Körper ausgeschüttet wird. Eigentlich eine sinnvolle Einrichtung des Menschen, der Körper macht nichts, was nicht gut für ihn wäre. Das Cortison soll uns z.B. in Zeiten hoher und KURZZEITIGER Belastungen Energie verleihen und es unterdrückt Entzündungsreaktionen. Im Falle dass der Mensch sich „im Kampf, oder auf der Flucht“ verletzt, ist dies sehr wichtig!
Jeder auf den Menschen einwirkende Stress führt zu dieser Reaktion. Wenn wir bei einer Verletzung in eine anschliessende Stresssituation geraten, wird durch die kontinuierliche Cortisonausschütteung eine adäquate Wundheilung verhindert. Es kann ein Grund dafür sein, dass Verletzungen chronisch werden und sich der Sportler lange Zeit damit rumschlägt, ohne das es mal richtig weg ist. Ein Teufelskreis beginnt. Der Sportler will mit aller Macht wieder gesund werden und setzt sich selber immer mehr unter Stress. Hier ist es wichtig, den einwirkenden Stress zu reduzieren, egal in welcher Form dieser auftaucht. Es kann sogar angemessen sein, das Trainingspensum zu vermindern oder kurzzeitig ganz auszusetzen. Jede Art von psychischer Entspannung ist hier ratsam. Alles, was man selber als angenehm und entspannend empfindet sollte getan werden.
Hier können Saunagänge und Massagen dazu beitragen, dass das vegetative Nervensystem gedämpft wird. Auch die Einwirkung von UV-Strahlung oder Solarienbesuche (bitte nur in absolut vertetbarem Umfang!) helfen dabei nachgewiesener Weise.
Dirk Schart
Physiotherapeut des NJJV