Selbstverteidigung im Polizei Dienstsport
Positive Bilanz nach 10 Jahren

Teilnehmer/innen am Polizei Selbstverteidigungslehrgang 2005 in Osnabrück
Obwohl die Selbstverteidigung an sich bei der Polizei nicht gerade zur beliebtesten Sportart gehört, ist es in Osnabrück gelungen, das „Schattendasein“ zu überwinden und vielen Kolleginnen und Kollegen die Selbstverteidigung näher zu bringen.
Dieses geschah vielleicht auch deshalb, weil die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren enorm verbessert werden konnten. Für ein regelmäßiges Trainingsangebot durch Fachübungsleiter steht einmal wöchentlich eine ca. 550 qm große Judohalle zur Verfügung. Ergänzend dazu kann im dortigen Fitnessbereich trainiert werden.
Neben dem Training von einsatzbezogenen Techniken wurde auch immer mehr das umfangreichere Ju-Jutsu Programm angenommen. Viele kamen dabei schon in den sportlichen Bereich für Fortgeschrittenen und legten neben Kyu-Prüfungen (gelber bis brauner Gürtel) auch Prüfungen bis zum 3. Dan (schwarzer Gürtel) im Ju-Jutsu ab.
Auch das jährlich hier durchgeführte Seminar wurde durchgehend gut angenommen.
Fast 40 Teilnehmer waren es in diesem Jahr, darunter auch einige Gäste vom Zoll und der Justiz, die von Benno Trapp, 3. Dan Ju-Jutsu, ZKI Osnabrück, als Leiter der Selbstverteidigungssparte der Polizei Osnabrück begrüßt werden konnten.
Zum 10. Mal in diesem Jahr veranstaltet, lag der Schwerpunkt an 3 Tagen diesmal bei den neuen Entwicklungen im Kampfsport. Durch zahlreiche namentlich kaum bekannte Kampfsportarten aus aller Welt sind Kampftechniken auch hier bei uns inzwischen vertreten, die ihren Schwerpunkt im Angriff haben. Diese neuen Angriffsformen sind nicht mehr ausschließlich mit traditionell gelehrten Techniken abzuwehren.
Für diese Problematik konnte als Referent der Kollege Michael Falk, 5. Dan Ju-Jutsu, aus Lüneburg gewonnen werden. Von ihm wurden eindrucksvoll Verteidigungsformen mit Übergangstechniken gezeigt, um den Angreifer im Rahmen der Verhältnismäßigkeit zu Boden zu bringen.
Darauf aufbauend zeigen die Referenten Werner Thole, 6. Dan Ju-Jutsu und Detlef Fels, 3. Dan Ju-Jutsu, beide PD Osnabrück, in verschiedenen Trainingsabschnitten Techniken aus realistischen Einsatzsituationen, vom aktiven Widerstand bis zum effektiven Stand beim Notieren von Personalien. Neben Sicherungstechniken nach dem Einsatz von Pfefferspray war ein weiterer Schwerpunkt das Einschreiten im Team und der damit verbundenen Aufgabenteilung.
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